Der Sportverein Eichenried trauert um sein langjähriges Mitglied Rudolf Simbeck, der im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Simbeck war seit 1976 Mitglied des Sportvereins Eichenried und bekleidete dort im Laufe seiner Mitgliedschaft mehrere Ämter.

Rudolf Simbeck hat nie interessiert wie medienwirksam eine neue Aufgabe oder wie groß die neuen Anforderungen sind. Applaus durch die Öffentlichkeit war nicht sein Antrieb. Das Einzige, was für ihn wichtig war, war die Sache, der Fußball. Und der Fußball im Raum Erding sowie der Sportverein Eichenried haben nun einen großen Verlust erlitten.

Am 01.07.1976 wurde der gebürtige Oberpfälzer Mitglied beim Sportverein Eichenried. Zunächst spielte er, bei dem noch jungen Verein aktiv im Tor, ehe er von 1979 bis 1984 selbst die Geschicke der Fußballabteilung als Abteilungsleiter leitete. Anschließend bekleidete er von 1985 bis 1993 das Amt des 2.Vorstands. Nach seinem Engagement im Verein begann er, sich als Funktionär beim Bayerischen Fußballverband einen Namen zu machen. Vor allem der Jugendfußball hatte es ihm angetan. So wurde er als Jugendkreisspielleiter über die Eichenrieder Grenzen hinaus bekannt. Ebenso zeigte er sich für die Ausrichtung des Merkur-Cup im Landkreis Erding verantwortlich und rief vor elf Jahren für die, bis dahin ohne Pokalrunde spielenden, U17-und U12- Mannschaften des Landkreises den Lipp-Cup ins Leben.

Es gab kaum einen Tag, an dem Rudi nicht auf irgendeinem Fußballplatz zu finden war. Dabei wies er auch gelegentlich Trainer oder Funktionäre zurecht, wenn diese seiner Ansicht nach kein gutes Vorbild für die Kinder abgaben.

Trotz seiner zeitraubenden Aufgaben als Funktionär blieb er dem SV Eichenried immer treu. Unvergessen seine Akribie, die er bei der Dokumentation der Daten und Fotos rund um den SVE an den Tag legte: Über Jahrzehnte hinweg hat er jedes Ergebnis, jeden Einsatz und jeden Torschützen archiviert. Darüber hinaus schrieb er 2017 zum Vereinsjubiläum im Alleingang die Festzeitschrift und digitalisierte in unzähligen Stunden das komplette 50-jährige Vereinsleben. Im Alter von 74 Jahren wurde er am Donnerstag von seiner schweren Krankheit erlöst und schlief im Beisein seiner Familie für immer friedlich ein. Der „Rudl“ wie ihn seine Freunde stets liebevoll nannten, war immer da und wird es in unseren Gedanken, Erinnerungen und Gesprächen für immer bleiben.